Versuchsaufbau der
Populationsentwicklung verschiedener Hefearten bei unterschiedlichen
Gärungsbedingungen.
1. Idee
Ein Gärversuch mit unterschiedlichen Hefepopulationsansätzen
soll unter verschiedenen Rahmenbedingungen durchgeführt werden.
Das Ergebnis wird in der Form eines realen Bildes dargestellt.
- 2. Durchführung
Herstellung der einzelnen Medien
- Zwölf 100 ml Erlenmeyerkolben werden mit einem Wattebausch
verschlossen und bei 180 C im Trockensterilisationsschrank 2 Std
sterilisiert. Als Ausgangsbasis für das Medium dient hier ein
in 0,7l Flaschen steril abgefüllter Most. Von diesem Most
werden unter sterilen Bedingungen jeweils 50 ml in die 12
Erlenmeyerkolben eingefüllt.
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Für die Variante ohne SO2 wird der
Most so belassen. Die andere Hälfte des Mostes erhält 50
mg/l SO2 in Form von Kaliumdisulfit.
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Anzucht der Hefen
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Drei 100 ml Erlenmeyerkolben werden mit einem Wattebausch
verschlossen und bei 180 C im Trockensterilisationsschrank 2 Std
sterilisiert. Anschließend werden die Erlenmeyerkolben unter
sterilen Bedingungen mit 50 ml eines steril abgefüllten Mostes
gefüllt.
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Die Beimpfung mit Saccharomyces cerevisiae geschieht durch
Zugabe von 10 g/hl Reinzuchthefe.
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Hanseniaspora uvarum und Saccharomycodes ludwigii werden
mit einer Impföse unter sterilen Bedingungen aus Reagenzgläser
beimpft.
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Mit einem Gärröhrchen verschlossen werden sie bei
Zimmertemperatur zum Gären gebracht.
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Beimpfung der Gäransätze mit den jeweiligen Stämmen
- Die Anzuchtmedien werden durchgeschüttelt, Proben entnommen
und die Lebendzellzahl bestimmt. Aus
diesen Angaben wird ein Mischmedium aus Saccharomyces cerevisiae,
Hanseniaspora uvarum und Saccharomycodes ludwigii
hergestellt. In diesem Medium beträgt die Populationsdichte
der einzelnen Hefearten jeweils 2 Mio. Zellen / ml. Hierzu wird
einfach ein steriler Erlenmeyerkolben verwendet, mit den jeweiligen
Anteilen der Anzuchtmedien gefüllt und anschließend mit
sterilem Most auf 100 ml aufgefüllt.
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Für die Gäransätze Spontanflora und
Spontanflora + Reinhefepräperat werden jeweils 1 ml aus
dem Mischmedium entnommen.
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Für die Gäransätze Reinhefepräperat und
Spontanflora + Reinhefepräperat werden jeweils 5 mg
Reinzuchthefe (Siha 3) verwendet.
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Die Ausgangspopulation der Spontanflora beträgt jeweils
40000 Zellen Saccharomyces cerevisiae, Hanseniaspora
uvarum und Saccharomycodes ludwigii.
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Die Ausgangspopulation der Reinhefepräperat beträgt
2 Mio. Zellen / ml.
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Die Lagerung der Gäransätze erfolgte in zwei Brutschränke.
Die kalte Gärung wird bei 15°C, die warme Gärung bei
25°C durchgeführt.
Aufzeichnung der Bilder
- Vor der Probeentnahme werden die Gäransätze gut
durchschüttelt. Mit einem Glasstab werden daraus Proben in eine
Zählkammer eingebracht. Diese Zählkammer wird unter dem
Mikroskop eingespannt und über die darauf aufgesetzte Kamera
werden die Bilder aufgezeichnet.
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Die Bilder werden dann über eine Video Karte in den Computer
digitalisiert und in die jeweiligen Tabellen eingefügt.
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3. Ergebnis
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Bei diesem Versuch sieht man folgende Ergebnisse sehr deutlich:
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In den Versuchen mit SO2 kann sich Hanseniaspora uvarum
nicht vermehren.
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Eine Erhöhung der Temperatur hat eine Auswirkung auf die
Zellzahl und auf die Konzentration der einzelnen Populationsarten.
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Da sich die Hefezellen aus der Spontanflora schon in Gärung
befanden, war hier die Adaptionsphase sehr kurz. Dies wird durch den
Vergleich zwischen der ersten und der zweiten Spaltenreihe deutlich.
Bei der Reinhefepräperat sieht man, durch die hohe
Ausgangskonzentration der Zellen, zu Beginn schon Zellen im Bild.
Die Spontanflora hat jedoch eine viel geringere
Ausgangspopulation. Jedoch überholt diese rasch die
Konzentration des Reinhefepräperats.
Zur Darstellung des Ergebnisses
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