Versuch zur Visualisierung der
Vermehrung einzelner Hefezellen verschiedener Arten.
1. Idee:
Hefezellen sollen zur vegetativen
Vermehrung angeregt werden. Dieser Vorgang der Zellteilung wird
Sprossung genannt und soll hier als Film dargestellt werden.
2. Aufbau und Durchführung:
Die Herstellung des Nährmediums:
- Erster Teil des Nährmediums:
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Es wird eine wässrige Lösung mit folgenden Inhaltsstoffen
bereitet:
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Glucose 8% (80 g/l)
Hefeextrakt 1% (10 g/l)
Pepton 2% (20 g/l)
- Diese Lösung wird gut gerührt und mit Hilfe eines
pH-Meters und einer Natronlauge auf pH 6,7 bis pH 7,0 eingestellt.
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Anschließend werden mit einer Pipette jeweils 5 ml in
insgesamt 20 Reagenzgläser (10 ml) mit Schraubverschluß
gegeben. Zu diesen Reagenzgläsern kommt eine Konzentrationen
von 0,8 % Agar hinzu.
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Die Reagenzgläser werden verschlossen, gut geschüttelt und
bei 121°C, 20 Minuten autoklaviert.
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Bis zum Gebrauch werden die Reagenzgläser bei Zimmertemperatur
gelagert.
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Zweiter Teil des Nährmediums.
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Dieser Teil wird getrennt hergestellt und konserviert, um das darin
enthaltene Ergosterin nicht zu zerstören. Mit einer Pipette
werden ca. 14 ml Ethanol in einen Kolben (20 ml) gefüllt und
mit Hilfe eines Wasserbades aufgewärmt. 100 mg Ergosterin
werden mit einer Waage gewogen und hinzugefügt. Mit einer
Pipette werden 5 ml Tween 80 hinzugefügt. Da diese Stoffe sich
sehr schlecht lösen, muß sehr lange gewärmt und
geschüttelt werden. Aufbewahrt wird dieser Kolben im
Kühlschrank bei 5°C.
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Das Zusammenfügen der Medien vor dem Mikroskopieren.
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Die Ergosterin Lösung wird vor der Zugabe wieder aufgewärmt
um die ausgefallene Stoffe wieder in Lösung zu bringen.
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Um die gelierten Inhalte der Reagenzgläser zu verflüssigen,
werden diese ebenfalls aufgewärmt.
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Mit einer Eppendorfpipette werden 10 ul Ergosterinlösung
entnommen und eines der ausgewählten Reagenzgläser
hinzugefügt und gut geschüttelt.
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Die Präparation der Hefen auf dem Objektträger.
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Ist das Nährmedium wieder erhärtet muß es nochmals
vor der Entnahme wieder erwärmt und dadurch verflüssigt
werden. Mit einer Eppendorf Pipette wird ca. 30 ul Nährmedium
aus einem Reagenzglas auf ein Objektträger aufgebracht. Mit
einer sterilen Impföse wird ein Tropfen aus einem
durchgeschüttelten Gäransatz entnommen und mit dem
Nährmedium vermischt. Dieses Medium wird mit einem Deckglas
abgedeckt. Um eine möglichst geringe Schichtdicke zu erreichen
wird mit Hilfe der Seite eines zweiten Objektträgers das
Deckglas fest auf der Objektträger aufgedrückt.
Überschüssiges Medium, welches auf der Seite austritt wird
mit einem Papiertuch entfernt. Um anschließend eine
Verdunstung und das daraus erfolgende Austrocknen des Mediums unter
dem Deckglas zu verhindern, wird der Rand mit Glycerin abgedichtet.
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Die Einstellung des Mikroskops.
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Der Objektträger wird nun auf den Objekttisch eingespannt. Die
Lampe unter dem Mikroskop wird eingeschaltet und die Blende weit
geöffnet. Mit Hilfe des kleinen Okulars sucht man nun einzeln
stehende Hefezellen. Diese wird nach erfolgter Schärfeeinstellung
mit dem nächst größeren Okular genau focussiert, bis
das größte Okular diese Hefezelle scharf im Visier hat.
Als zusätzliche Verstärkung der Auflösung wird noch
ein Tropfen Immersionsöl zwischen dem Okular und dem Deckglas
zugefügt.
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Die Aufzeichnungen der Zellteilungen.
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Eine auf dem Mikroskop sitzende Kamera liefert die Bilder an einen
Videorecorder. Dieser nimmt nun die Zellteilung auf.
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Die Digitalisierung in den Computer.
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Über eine Video Karte werden ca. 1 mal pro Minute ein Bild
aufgezeichnet. Diese Bilder werden in einer Animation
zusammengefaßt.
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3. Ergebnis:
Folgende Filme der Vegetativen
Vermehrung wurden hergestellt.
Vegetative Vermehrung von Saccharomyces
cerevisiae

Vegetative Vermehrung von Kloeckera
apiculata

Vegetative Vermehrung von
Shizosaccharomyces pompe

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